02.06.2019 Sonntag  Absicherung und Ausbildung - aktiv dabei - Heringstage 2019

Team Heringstage 2019 Boot hinten v.l.n.r. Philipp Leineweber, Jan Crone, Clara Schirmacher, Marlon Hahn, Sandra Tietje, Carina Schirmacher Boot vorne Janos Büsing, Lisa Keßner und Bastian Trümper - es fehlt Leonie Bühsing

Gemeinsame Rettungsübung mit dem Sea King der Bundeswehr.

Ausbildung an der Ostsee mit dem Wurfsack

Wieder war die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Ortsgruppe Wathlingen-Nienhagen mit dem Einsatzteam und den JETs (Jugend Einsatz Team) zur Absicherung der Heringstage 2019 mit dem Schwerpunkt Veranstaltungsabsicherung und Ausbildung unter anderem auf dem Boot als Seemannschaft dabei.

KAPPLEN an der Schlei. Nach zwei Treffen im Vorfeld mit Vorbereitungen fuhr die Ortsgruppe (OG) früh morgens mit zwei Fahrzeugen und Booten nach Kappeln an die Schlei.

Die Heringstage sind ein alljährliches traditionelles Volksfest in Kappeln an der Schlei, wo der Hering und der letzte Heringszaun in Europa im Mittelpunkt stehen.

Für die OG Wathlingen-Nienhagen begann die Veranstaltung damit Einsatzbereitschaft von Personal und Material herzustellen und die Heringswette abzusichern.
Die Kernaufgabe bei der Veranstaltung bestand aus der Absicherung der Wasserfläche und bei Bedarf der Rettung ins Wasser gefallener Personen.

Die Bootscrews verbrachten den Tag auf dem Wasser mit Sicherung und Ausbildung. An einem Abend gab es eine Unterrichtseinheit über das Revier Kappeln an der Schlei mithilfe von Karten und Luftbildern. Die Besonderheiten der Seeschifffahrtstrasse sind zum Beispiel, dass die Geschwindigkeit auf zehn Kilometer pro Stunde begrenzt ist oder warum die grüne Tonne rechts auf der Steuerbordseite ist und wofür die Gefahrentonnen sind und was sie für eine Bedeutung haben. Außerdem ist die Schlei kein Fluss, sondern ein Ford so wie die Flensburger Förde, weil sie vom Meer mit Wasser gespeist wird.
Die Sicherheit an Bord ist wichtig. Dafür müssen die Bootsmitglieder Rettungswesten tragen. Es gibt automatische Westen, die sich bei Kontakt mit Wasser öffnen und den zu Rettenden sogar auf den Rücken drehen, falls er bewusstlos ist. Die Westen müssen alle zwei Jahre geprüft werden und bekommen eine neue Plakette.

Am zweiten Tag präsentierte die Ortsgruppe eine Rettungsübung. Ein Rettungsschwimmer sprang mit Neoprenanzug und Rettungsweste in die Schlei, die Weste öffnete sich automatisch. Ein Strömungsretter seilte sich von der Brücke ab, sicherte die Person im Wasser, bevor sie mithilfe des Spineboards (Rettungstrage)auf das Motorrettungsboot Odyssey aufgenommen und dort gesichert wurde. Nach kurzer Fahrt auf dem Wasser übergab die Odyssey die Person an den Rettungsdienst vom Deutschen Roten Kreuz.
Am Abend fand ein Höhenfeuerwerk statt, das die OG absicherte.

Einer der Höhepunkte war, mit einem Sea King Hubschrauber der Bundeswehr zusammen, eine Rettungsübung zu gestalten. Zwei Boote sicherten den Schwimmer im Wasser ab, ein Team sicherte die Abseilstelle. Als der Sea King vor Ort war, positionierte er sich über dem Rettungsschwimmer im Schwebeflug und ließ per Winde einen Rettungskorb ab. Die Person, die gerettet werden sollte, setzte sich in den Rettungskorb und wurde mit einer Seilwinde nach oben gezogen und von dem Hubschrauber aufgenommen. Nach kurzem Rundflug kam die Seaking zu der Abseilstelle und seilte die Person mit einem Rettungshelfer ab. Im Anschluss gab es noch einen Überflug über das Veranstaltungsgelände. 

Ab vormittags fand ein "Team Stand Up Paddling Wettbewerb" statt. Auch da war die Aufgabe, zu sichern und zu unterstützen.
Die Regeln sind einfach, es müssen vier Personen auf dem Board stehen und einen Rundkurs fahren. Am Veranstaltungsende trugen die Teilnehmer noch mehrere Lucky Looser Rennen aus. Die Teams, die bei den Vorrennen ausgeschieden sind, hatten so die Möglichkeit nochmal zu starten und so eine bessere Platzierung zu erreichen.

Nach der Absicherung starteten die Bootscrews eine Revier- und Erkundungsfahrt auf der Schlei von Kappeln bis zu der Ostsee. Das Wetter war sonnig, die See und der Wind ruhig.  Alle Beteiligten konnten eine Menge lernen zum Thema Wind und Wellen lesen und das Boot sicher auf dem Meer zu bewegen. Der Bootsführer hat für Mensch und Material die Verantwortung und wer am Ruder ist und das Boot steuert, muss klare Kommandos an die Crew geben, dass sie sich gut festhalten bei Manövern, ohne dass eine Person über Board geht. Abschließend fuhren die Boote den Hafen von Maasholm an und besichtigten diesen.

Ein Kamerad erklärte für alle am letzten Tag Abseiltechnik und Seilsicherung der Strömungsretter theoretisch mit vielen Beispielen aus der Praxis. Außerdem ging es weiter mit der Bootsausbildung und manch ein Manöver konnte nochmal geübt oder vertieft werden.
Ein besonderer Dank an die Ortsgruppe Gelting-Goldmaas-Hasselberg die uns ihre Wache als Quartier zur Verfügung gestellt haben.
Am Ende waren alle Teilnehmer der Ortsgruppe zufrieden mit dem Programm und den zusätzlichen Aufgaben.
Wir freuen uns auf die Heringstage vom 21. bis 24. Mai 2020 und sind gerne wieder dabei.

Text: Jan Crone
Bild: Leonie Büsing & Jan Crone

Kategorie(n)
Aktivitäten 2019

Von: Jan Crone

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